Snapdrop vs. tosstome
Zuletzt geprüft
Wenn du Snapdrop vor ein paar Jahren genutzt hast: Die Seite snapdrop.net ist nicht mehr dasselbe Tool. Sie lädt deine Datei jetzt in den LimeWire-Speicher hoch und gibt dir einen Link. Das originale Peer-to-Peer-Snapdrop gibt es weiterhin, unter einer anderen Adresse. Hier steht, was sich geändert hat und wie tosstome im Vergleich dasteht.
Was snapdrop.net heute macht
Die Seite snapdrop.net schreibt in ihren eigenen FAQ: „Snapdrop is part of LimeWire now and transfers run through LimeWire storage instead of a direct browser-to-browser connection.“ (sinngemäß: Snapdrop gehört jetzt zu LimeWire, und Übertragungen laufen über den LimeWire-Speicher statt über eine direkte Browser-zu-Browser-Verbindung). Der Empfangslink öffnet sich auf limewire.com. Ohne Konto nennt die Seite diese Grenzen:
- Bis zu 4 GB pro Übertragung sowie bis zu 20 Dateien und 4 GB Uploads pro Tag
- Ein Freigabelink bleibt 3 Tage aktiv, danach wird die Datei entfernt
- Eine Datei kann 10 Mal pro Tag heruntergeladen werden, und ein Link liefert insgesamt 12 GB
Quelle: snapdrop.net, geprüft am 2026-10-28.
Das ist ein vernünftiges Konzept, wenn die andere Person die Datei später abholen soll. Es ist aber ein anderes Produkt als das alte Snapdrop, das nie etwas gespeichert hat.
Wo das originale Snapdrop heute zu finden ist
Das Open-Source-Projekt Snapdrop auf GitHub (RobinLinus/snapdrop) nennt snapdrop.me als Homepage. Das ist die vertraute Seite „Open Snapdrop on other devices to send files“: Geräte im selben Netzwerk finden sich gegenseitig und senden Peer-to-Peer.
Im direkten Vergleich
| snapdrop.net (LimeWire) | snapdrop.me (Original) | tosstome | |
|---|---|---|---|
| Datei auf einem Server gespeichert | Ja, ohne Konto bis zu 3 Tage | Nein | Nein |
| Beide Geräte gleichzeitig online | Nein | Ja | Ja |
| Gleiches WLAN nötig | Nein | Für die Erkennung ja | Nein, ein 6-stelliger Code funktioniert netzwerkübergreifend |
| Größenlimit | 4 GB pro Übertragung ohne Konto | Nicht angegeben | Keines festgelegt; sehr große Dateien empfängst du am besten mit der CLI |
| Dauerhaft erreichbarer Eingang auf einem Computer | Nein | Nein | Ja, mit tosstome listen |
| Konto | Optional, erhöht die Limits | Nein | Nein |
Wann snapdrop.net die bessere Wahl ist
Wenn die andere Person gerade nicht online ist. Ein gespeicherter Link lässt sich eine Stunde oder einen Tag später aus jedem Netzwerk öffnen. tosstome kann das nicht: Ist am anderen Ende niemand, wird nichts gesendet.
Wann tosstome die bessere Wahl ist
- Du willst keine Kopie der Datei auf dem Server eines anderen haben, auch nicht für 3 Tage.
- Die beiden Geräte sind in verschiedenen Netzwerken, und du willst trotzdem eine direkte Übertragung von Gerät zu Gerät.
- Du sendest jeden Tag vom Handy an denselben Computer. Starte
tosstome listeneinmal und lege den Link auf den Startbildschirm deines Handys.
Was tosstome kann
- Läuft im Browser. Auf der Senderseite musst du nichts installieren.
- Geräte im selben Netzwerk sehen sich automatisch. In verschiedenen Netzwerken zeigt ein Gerät einen 6-stelligen Code an, und auf dem anderen gibst du ihn ein.
- Dateien gehen per WebRTC direkt von Gerät zu Gerät, wenn die Netzwerke es zulassen. Kommt innerhalb weniger Sekunden keine direkte Verbindung zustande, laufen sie über ein Relay bei Cloudflare, das die Bytes nur weiterleitet und nichts speichert.
- Ein optionales Kommandozeilenprogramm,
tosstome listen, richtet auf einem Computer einen dauerhaft erreichbaren Eingang ein. Es gibt einen Link und einen QR-Code aus; öffnest du ihn auf dem Handy, landen die Dateien in einem Ordner auf diesem Computer, ohne dass dort ein Browser geöffnet sein muss. - Textnachrichten und Links werden genauso übertragen wie Dateien, mit einer Schaltfläche „Kopieren“ beim Empfänger.
- Nichts wird gespeichert. Ist der Empfänger offline, wird nichts gesendet.
Was tosstome (noch) nicht kann
- Das Relay ist zwischen jedem Gerät und Cloudflare per TLS geschützt, aber noch nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Direkte WebRTC-Übertragungen verschlüsselt der Browser Ende-zu-Ende (DTLS).
- Ein empfangender Browser hält die Datei im Arbeitsspeicher, bis du sie speicherst. Sehr große Dateien empfängst du deshalb besser mit dem Kommandozeilenprogramm, das direkt auf die Festplatte schreibt.
- Beide Seiten müssen gleichzeitig online sein. „Jetzt hochladen, morgen herunterladen“ gibt es nicht.
- Es ist neu. Das Koppeln von Geräten im Browser und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung über das Relay sind noch in Arbeit.
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